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TKMS nach erfolgreichem Börsenstart: Deutliche Steigerung aller wichtigen Finanzkennzahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025

  • TKMS AG & Co. KGaA („TKMS“) berichtet erstmals seit Abspaltung, Börsengang und nach der Ankündigung zum MDAX-Einzug 
  • Finanzkennzahlen von TKMS auf Rekordniveau: Auftragsbestand von 18,2 Mrd. € liegt 55% über Vorjahresniveau, Auftragseingang versechsfacht 
  • Umsatz wächst um 9% auf 2,2 Mrd. € 
  • Bereinigtes EBIT um 53% auf 131 Mio. € gesteigert; Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge auf 6% 
  • Free Cash Flow mehr als verdoppelt auf 784 Mio. € 
  • Weiterer Anstieg der bereinigten EBIT-Marge für 2025/2026 erwartet; Mittelfristziele, inklusive einer bereinigten EBIT-Marge von >7%, bestätigt 
  • Ziel ist eine Dividendenauszahlung von 30-50% des Nettokonzerngewinns erstmalig für das Geschäftsjahr 2025/2026

Kiel, 8. Dezember 2025 – Nach der Abspaltung von der thyssenkrupp AG, dem erfolgreichen Börsenstart und der Ankündigung zum Einzug in den MDAX (effektiv ab 22. Dezember) berichtet TKMS heute für das abgelaufene Geschäftsjahr 2024/2025 eine deutliche Steigerung aller wichtigen Finanzkennzahlen:

Der Auftragseingang in Höhe von rund 8,8 Mrd. € wurde im Vergleich zum Vorjahr versechsfacht. Der Auftragsbestand lag zum Stichtag am 30. September 2025 mit etwa 18,2 Mrd. € weiterhin auf Rekordniveau – ein Anstieg von 55% im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Umsatz wurde merklich auf 2,2 Mrd. € (+9%) gesteigert. Gleichzeitig stieg die bereinigte EBIT-Marge auf 6 %. Das bereinigte EBIT erhöhte sich entsprechend um 53% und lag bei 131 Mio. €. Der Free Cash Flow verdoppelte sich auf 784 Mio. €. Unter dem Strich weist TKMS für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen Nettogewinn von 108 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €) aus.  

Oliver Burkhard, CEO von TKMS:Die Kennzahlen unterstreichen die gestärkte Marktposition und Leistungsfähigkeit von TKMS und bilden eine solide Basis für weiteres Wachstum. Wir haben einen Auftragsbestand auf Rekordniveau, auch unser Umsatz sowie unsere Profitabilität sind deutlich gewachsen. Mit Investitionen in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Wismar und in wichtige Zukunftstechnologien sind wir dabei unsere Führungsrolle im europäischen Verteidigungssektor weiter zu festigen. Aufgrund unseres langfristigen Geschäftsmodells und des robusten Auftragsbestands ist TKMS resilient gegenüber konjunkturellen und politischen Veränderungen aufgestellt. Daher sehen wir für neue Geschäftsanbahnungen unverändert großes Potenzial.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 konnte TKMS entscheidende Aufträge verbuchen: Im deutsch-norwegischen 212CD-Programm erhielt der Konzern einen der größten Aufträge seiner Geschichte – den Bau von vier U-Booten für die Deutsche Marine. Zudem wurde ein Modernisierungsauftrag für sechs U-Boote des Typs 212A von der Deutschen Marine an TKMS vergeben. Des Weiteren beauftragte ein Exportkunde den Bau von zwei zusätzlichen U-Booten des Typs 218SG. Im Überwasserbereich ergänzte der Zuschlag für den Forschungseisbrecher „Polarstern“ das Auftragsportfolio um einen bedeutenden Neubauauftrag.

In Itajaí, Brasilien, absolvierte die erste Fregatte der Tamandaré-Klasse erfolgreich ihre Seeerprobungen. Parallel wurde in Wismar mit der Modernisierung des Werftstandortes zum Bau von U-Booten und Überwasserschiffen begonnen. Hierfür sieht der TKMS Konzern Investitionen von über 200 Mio. € vor. Bei Vollauslastung sollen in Wismar perspektivisch bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die laufenden Vertriebskampagnen unterstreichen die starke Marktposition von TKMS sowohl im nationalen als auch internationalen Wettbewerb. Im August wurde TKMS als einer von nur noch zwei verbliebenen Bewerbern für die kanadische Ausschreibung zur Beschaffung von bis zu zwölf U-Booten ausgewählt. In Indien wurde TKMS zudem gemeinsam mit seinem lokalen Partner aufgefordert, offiziell Verhandlungen über einen Auftrag für sechs U-Boote aufzunehmen. Außerdem bleibt das von TKMS geführte Gemeinschaftsunternehmen mit dem MEKO® A-400-Entwurf der alleinige Bieter im Auswahlverfahren für die zukünftige deutsche Luftverteidigungs-fregatte F127, für die der Deutsche Bundestag Ende 2024 die Anfangsfinanzierung zum Projektstart bewilligt hat. Mit der MEKO A-200 bietet TKMS der Deutschen Marine zudem eine schnell verfügbare und kampfstarke Fregatte als Alternative zur F126 an.

Paul Glaser, CFO von TKMS, betont: 
„Die Zahlen belegen: TKMS ist auf einem guten Weg die Profitabilität weiter zu steigern und das mittelfristige Ziel einer bereinigten EBIT-Marge von über 7% zu erreichen. Dazu tragen vor allem unsere strategische Neuausrichtung und die Abwicklung weniger profitabler Altaufträge bei. Im kommenden Jahr wird ein substanzieller Teil unserer geplanten Investitionen durch Beiträge unserer Kunden getragen. Mittelfristig soll das Investitionsniveau auf etwa 4% des Umsatzes zurückgehen, unter Beibehaltung der strategischen Zielsetzungen.“  

Geschäftsjahr 2024/2025: Wichtige Kennzahlen zu TKMS im Detail

Der Auftragseingang lag im Geschäftsjahr 2024/25 bei 8,8 Mrd. € und damit sechsmal höher als im Vorjahr (Vorjahr: 1,5 Mrd. €). Auch der Auftragsbestand liegt mit rund 18,2 Mrd. € deutlich über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 11,6 Mrd. €). Die Steigerung ergibt sich vor allem durch die Nachbestellung von vier U-Booten im Rahmen des deutsch-norwegischen 212CD-Programms, den Auftrag für die Polarstern, einen Großauftrag für die Modernisierung der sechs 212A U-Boote der deutschen Marine und den Exportauftrag über zwei weitere 218SG U-Boote.  

Der Umsatz des TKMS Konzerns stieg um 9,3% auf 2,2 Mrd. € im Geschäftsjahr 2024/25 (Vorjahr: 2,0 Mrd. €). Der Anstieg ergibt sich maßgeblich durch das Wachstum im Segment Submarines sowie im Segment Atlas Electronics.

Das Bruttoergebnis des TKMS Konzerns stieg um 22,4% auf 383 Mio. € (Vorjahr 313 Mio. €). Der Anstieg wurde durch weiteres Wachstum im Segment Atlas Electronics sowie durch einen höheren Anteil von Projekten mit höheren Margen im Segment Submarines erreicht. Ebenso steigerte TKMS die Bruttomarge auf 17,6% (Vorjahr: 15,8%).  

Die Forschungs- und Entwicklungskosten, die sich hauptsächlich auf die Bereiche unbemannte Systeme, Brennstoffzellentechnologie und die Bergung von Munition unter Wasser beziehen, stiegen um 14,7%, auf 55 Mio. € (Vorjahr: 48 Mio. €) und weisen somit analog zum Vorjahr ein konstantes Niveau im Verhältnis zu den Umsatzerlösen von 2,5% auf (Vorjahr: 2,4%).

Das bereinigte EBIT stieg um 53% auf 131 Mio. € (Vorjahr: 86 Mio. €). Zu dieser positiven Entwicklung haben in erster Linie die Projektfortschritte im Neubaugeschäft sowie der wachsende Anteil an höhermargigen Projekten beigetragen. Dies führte zu einer deutlichen Steigerung der bereinigten EBIT-Marge auf 6%.

Der Free Cash Flow verdoppelte sich auf 784 Mio. € (Vorjahr: 355 Mio. €). Der starke Zuwachs des Free Cash Flows ist auf höhere Vorauszahlungen von Kunden durch neu initiierte Großprojekte zurückzuführen.  

Unter dem Strich weist TKMS für das Geschäftsjahr 2024/2025 einen Nettogewinn von 108 Mio. € (Vorjahr: 88 Mio. €) aus. Angestrebt ist zudem eine Dividendenauszahlung von 30 bis 50% des Nettokonzerngewinns. Erstmals soll diese in 2027 für das Geschäftsjahr 2025/2026 ausgezahlt werden.

Entwicklung in den TKMS Segmenten im Geschäftsjahr 2024/2025

Submarines
Der Umsatz im Segment Submarines stieg um 17,1% auf 1,142 Mio. € (Vorjahr: 976 Mio. €). Ausschlaggebend hierfür war im Wesentlichen der Fortschritt im Neubaugeschäft bei drei großen Projekten. Das Bruttoergebnis im Segment Submarines verdoppelte sich beinahe auf 139 Mio. € (Vorjahr: 73 Mio. €). Auch hier war der Projektfortschritt im Neubaugeschäft der treibende Faktor.

Surface Vessels
Im Segment Surface Vessels lag der Umsatz bei 503 Mio. € (Vorjahr: 571 Mio. €). Entscheidend hierfür waren insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr weiter fortgeschrittenen Projektphasen im Neubaugeschäft bei drei wesentlichen Aufträgen, die aufgrund niedriger phasenabhängiger Projektkosten zu rückläufigen realisierten Umsatzerlösen geführt haben. Entsprechend verringerte sich auch das Bruttoergebnis um 11,7% auf 84 Mio. € (Vorjahr: 95 Mio. €). Die Bruttomarge von 16,7% (Vorjahr: 16,7%) ist vor allem auf die vorausschauende Projektauswahl und die operative Effizienz der modularen Schiffsdesigns zurückzuführen.

Atlas Electronics
Bei Atlas Electronics stieg der Umsatz um 18,8% auf 701 Mio. € (Vorjahr: 590 Mio. €). Der Anstieg ergibt sich aus größeren Produktionsvolumen in Kombination mit einem höheren Anteil an margenstärkeren Projekten. Das Bruttoergebnis im Segment Atlas Electronics stieg um 10,4% auf 159 Mio. € (Vorjahr: 144 Mio. €). Die Steigerung ist auf margenstärkere Neuprojekte zurückzuführen. Die Bruttomarge blieb mit 22,6% (Vorjahr: 24,3%) auf einem hohen Niveau.

Prognose
Mittelfristig strebt TKMS ein kontinuierliches Umsatzwachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von etwa 10% an, mit der Aussicht auf eine Intensivierung der Wachstumsdynamik. Parallel zu diesem Umsatzziel beabsichtigt TKMS eine bereinigte EBIT-Marge von über 7% zu erreichen.  

TKMS ist auf einem guten Kurs die mittelfristigen Ziele zu erreichen. Auf Grundlage aktueller Entwicklungen gehen wir davon aus, dass sich die erreichte Profitabilitätsverbesserung auf 6% im Geschäftsjahr 2024/25 fortsetzen und TKMS die Profitabilität im Geschäftsjahr 2025/26 weiter verbessern wird.  

In einem vom Großprojektgeschäft geprägten Geschäftsmodell ist die erwartete Geschäftsentwicklung wesentlich abhängig von projektspezifischen Entwicklungen, die sich in der prognostizierten Bandbreite für die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2025/26 von -1 bis +2% im Vergleich zum Vorjahr widerspiegeln. Für das bereinigte EBIT im Geschäftsjahr 2025/26 liegt die Erwartung bei einer Bandbreite von 100 Mio. € bis 150 Mio. €.

Für das Geschäftsjahr 2025/26 hat TKMS strategische Investitionen von etwa 200 Mio. € eingeplant, insbesondere für den Ausbau des Standortes Wismar. Ein substanzieller Teil dieser Investitionen wird durch Beiträge von Kundenseite getragen. Mittelfristig soll das Investitionsniveau auf etwa 4% des Umsatzes reduziert werden, unter Beibehaltung der strategischen Zielsetzungen.

Im Rahmen des ersten Regelreportings für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 wird TKMS seine Prognose weiter konkretisieren.

Geschäftsbericht  
Mit der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss der thyssenkrupp AG per 30. September 2025 entfällt für TKMS die Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2024/25. TKMS veröffentlicht deshalb freiwillig erstmals einen Geschäftsbericht aus Bestandteilen eines Lageberichts und dem Anhang des kombinierten IFRS-Konzernabschlusses. Sie finden den Geschäftsbericht hier.  

Nachhaltigkeitsbericht 
TKMS veröffentlicht für das Geschäftsjahr 2024/2025 erstmals als eigenständiger Konzern einen freiwillig gemäß ISAE 3000 geprüften Nachhaltigkeitsbericht unter Einhaltung der einheitlichen europäischen Berichtsstandards (ESRS) und Artikel 8 der EU-Taxonomie Verordnung. Die dargestellte Berichtsperiode bis zum 30. September 2025 umfasst die Perspektive der TKMS GmbH (einschließlich aller zum heutigen Stand hierunter organisierter Gesellschaften) und weist damit nur geringfügige Abweichungen zur neu aufgestellten TKMS AG & Co. KGaA auf. Sie finden den Nachhaltigkeitsbericht hier. 

Ansprechpartner

Stefan Ettwig

Chief Communications Officer / Chief of Staff

Nils Beyer

Vice President External & Internal Communications

James Gibbs

Senior Financial Communications Manager