- Mit dem Auftrag soll der Zertifizierungsprozess für nicht magnetischen U-Boot-Stahl vorangetrieben werden.
- Basis ist eine Kooperationsvereinbarung für die Zusammenarbeit bei der Schmelze und Herstellung von nicht magnetischem U-Boot-Stahl.
- Kombiniert wird das globale U-Boot-Know-how von TKMS mit der umfassenden Erfahrung von Valbruna ASW in den Bereichen Edelstahlschmelze, Metallurgietechnik und Materialverarbeitung.
Kiel, 16. Juni 2026 – TKMS hat Valbruna ASW Inc., einem Unternehmen der Acciaierie Valbruna Group sowie weltweit tätigem Hersteller von Spezialedelstählen und Nickellegierungen, einen ersten Auftrag über rund 70 Tonnen nicht magnetischen U-Boot-Stahls erteilt. Die Bereitstellung von Materialien und die Prüfung der Lieferkette sollen dazu beitragen, dass die kanadische Niederlassung die Klassifizierung gemäß den Anforderungen des Deutschen Instituts für Wehrmaterial und Fertigungstechnik (WIWeB) erhält.
Beide Unternehmen haben zudem eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die darauf abzielt, die industrielle Zusammenarbeit auch bei fortschrittlichen U-Boot-Programmen zu stärken. Zur Unterstützung des kanadischen U-Boot-Programms CPSP ermöglicht die Vereinbarung es beiden Parteien, die Zusammenarbeit im Bereich der Schmelze und Produktion des für moderne U-Boot-Plattformen erforderlichen nicht magnetischen U-Boot-Stahls zu untersuchen, zu entwickeln und umzusetzen.
„TKMS legt großen Wert auf starke Partnerschaften mit führenden Industriezulieferern, die in der Lage sind, die anspruchsvollen Materialanforderungen von U-Boot-Plattformen der nächsten Generation zu erfüllen“, sagt Thomas Keupp, Chief Sales Officer bei TKMS. „Durch diese Vereinbarung mit Valbruna ASW stärken wir unsere Zusammenarbeit bei kritischen Materialien für den U-Boot-Einsatz und loten gleichzeitig Möglichkeiten aus, Kanadas zukünftiges U-Boot-Programm zu unterstützen.“
Im Rahmen der Zusammenarbeit werden die Parteien den Weg evaluieren, wie Valbruna ASW die Qualifikation für die Produktion dieser speziellen Stahlsorte gemäß den geltenden internationalen Marinestandards erlangen kann. Dazu gehört die Erfüllung der technischen Anforderungen des WIWeB und der Klassifikationsgesellschaft DNV sowie die Einhaltung der vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung herausgegebenen Bauvorschriften 1050 für Schiffe der Deutschen Marine.